Alles über den 1. August: Darum feiern und grillieren wir mitten im Sommer

Wir klären auf: War der 1. August wirklich am 1. August?

Nationalfeiertag ohne Cervelat? Da würde etwas fehlen. Ein Glück also, dass die Schweiz in der Grill-Saison Geburtstag hat. Und eher ein Zufall.

Wenn die Fähnchen-Girlanden auf den Balkonen flattern und die Kinder mit bengalischen Zündhölzern die Nachbarschaft unsicher machen, ist klar: Die Schweiz hat Geburtstag. Und noch etwas darf am 1. August nicht fehlen: ein Cervelat vom Grill. Denn was strahlt mehr Swissness aus, als so eine gebrätelte Wurst mit Brot, gern auch mit viel THOMY Senf? Ein Wunder fast, heisst der 1. August nicht «Cervelat Day»!

Per Zufall im Sommer

Dabei ist es eher Zufall, dass die Schweiz in der Grill-Saison Geburtstag hat. Genauso gut wie am 1. August könnte sie auch am 8. November feiern. Oder am 12. September. Denn einst hielt der Glarner Chronist Aegidius Tschudi den 8. November 1307 als Gründungsdatum der Schweiz fest. Und auch der 12. September 1848, als die erste Bundesverfassung in Kraft trat, wäre eine geeignete Stunde Null gewesen.

«Zu Anfang des Monats August»

Dass im August gefeiert wird, ist dem Bundesbrief von 1291 zu verdanken. «Geschehen im Jahre des Herrn 1291 zu Anfang des Monats August», steht dort. Inzwischen gilt der Bundesbrief als ältestes Verfassungsdokument der Schweiz. Chronist Tschudi hatte ihn damals – im 16. Jahrhundert – bloss nicht gekannt, denn das Dokument tauchte erst später wieder auf. Zwar geht man heute davon aus, dass es nicht genau 1291 entstanden ist und ein Bündnis unter vielen war. Doch der Rest ist Gründungsmythos.

Ins Reich der Mythen gehört auch der Rütlischwur. Dass sich die drei tapferen Mannen aus Uri, Schwyz und Unterwalden zur Besiegelung des Bundesbriefs auf der Rütliwiese – wann auch immer – zum Schwören getroffen haben: Dafür fehlen die Belege.

Cervelat und 1. August – ein Top-Team

Bis man die Jubilarin tatsächlich mit einem Fest hochleben liess – und dies genau am 1. August –, musste die Schweiz aber erst 600 Jahre alt werden: 1891 begingen die Berner am 1. August das 700-Jahre-Jubiläum ihrer Stadt und regten gleichzeitig eine Nationalfeier an. Fun Fact: Tatsächlich wurde auch der Cervelat im selben Jahr erstmals im Zusammenhang mit der Nationalfeier erwähnt.

Party nach Feierabend

Ab 1899 dann feierte man den 1. August schliesslich jährlich. Bis 1993 allerdings konnte man in vielen Kantonen nur nach Büroschluss auf die Schweiz anstossen. Erst ab 1994 wurde der 1. August zum gesetzlichen Feiertag erklärt, nachdem das Stimmvolk eine entsprechende Volksinitiative mit einem überwältigenden Ja-Stimmen-Anteil von 83,3 Prozent angenommen hatte. Immerhin: Es schien ein Bedürfnis zu sein.

Seither kann die Partylaune schon am Morgen einsetzen. Oder der freie Tag lässt sich nutzen, um das Feuerwerk vorzubereiten: Rund 80 Prozent der im ganzen Jahr in der Schweiz verkauften Raketen werden nämlich am 1. August in den Himmel gepulvert. Wie viele von jährlich etwa 160 Millionen produzierten Cervelats am Nationalfeiertag gegessen werden, bleibt dagegen Spekulation. Sicher aber sind es genug, um zu sagen:

«HappyCervelat Day»! Da unsere Wurst der Nation eine Alleskönnerin ist, passen auch zahlreiche verschiedene THOMY Saucen zum Cervelat.

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